März 2021

Wochengebet

26.03. - 02.04.2021

Das heutige Wochengebet  kommt von unserer Pfarrerin Rylke-Voigt.  

 

 

 

 


 

Wochengebet

19.03. - 26.03.2021

 Judica heißt der fünfte Sonntag in der Passionszeit. Es ist der Ruf aus Psalm 43 nach Gottes Gerechtigkeit:

„Gott schaffe mir Recht. Denn du bist der Gott meiner Stärke. Warum muss ich so traurig sein? Was betrübst du dich, meine Seele und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, dass er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist.“

So rufen wir nach Hilfe und Gerechtigkeit, denn wir sind enttäuscht und besorgt. Die Zeit der Pandemie findet kein Ende. Im Gegenteil: Die Zahlen und damit die Sorgen steigen. Was wird sein? Wie verhalten wir uns? Was kommt womöglich auf uns zu? Welcher Weg ist der Richtige? Welche Entscheidung ist für uns und unsere Lieben gut? Wir haben leere Hände und bitten Gott: Komm, du uns entgegen!

Und so heißt es in dem Lied von Lothar Zenetti (EG 382):

Ich steh vor dir mit leeren Händen, Herr, fremd wie dein Name sind mir deine Wege. Seit Menschen leben, rufen sie nach Gott; mein Los ist Tod, hast du nicht andern Segen? Bist du der Gott, der Zukunft mir verheißt? Ich möchte glauben, komm du mir entgegen.

Von Zweifeln ist mein Leben übermannt, mein Unvermögen hält mich ganz gefangen. Hast du mit Namen mich in deine Hand, in dein Erbarmen fest mich eingeschrieben? Nimmst du mich auf in dein gelobtes Land? Werd ich dich noch mit neuen Augen sehen?

Sprich du das Wort, das tröstet und befreit und das mich führt in deinen großen Frieden. Schließ auf das Land, das keine Grenzen kennt, und lass mich unter deinen Kindern leben. Sei du mein täglich Brot, so wahr du lebst. Du bist mein Atem, wenn ich zu dir bete.  

 

(Pfr. Grimm) 

 


 

Wochengebet

12.03. - 19.03.2021

Freut Euch –

Freut Euch mit Jerusalem.

Freuen in Zeiten von Schmerz; Leid und Bedrohung. Gott, du mutest uns viel zu mit diesen Worten.

 

Wenn wir leiden, so spüren wir dabei unser Leiden, was alles überlagert.

Wenn wir Schmerzen an Leib und Seele haben, dann spüren wir nur diesen Schmerz, der alles überlagert.

Wenn wir spüren, dass wir gescheitert sind mit unseren Zielen und Wünschen, nehmen wir nur diese Niederlage und das Scheitern im Leben wahr, Gefühle, die die alles andere überlagern.

Wir sind auf uns selbst zurückgeworfen und drehen uns in einem schmerzhaften Kreis.

 

Gott, wo bist du?

 

Freuen sollen wir uns?

Woran erfreut sich mein Anblick und wärmt sich meine verschreckte und erkaltete Seele?

 

Du sagst, im Leiden kann auch Trost liegen.

Du sagst, der Schmerz kann ein Hinweis auf mein Leben sein.

Du sagst, aus dem was darniederliegt, entsteht die Chance auf Neues.

 

Vielleicht ist es so.

 

Vielleicht deuten die Hinweise in mir auf das neben und hinter mir hin.

Vielleicht zeigen mir die Hinweise in mir auf das, was vor mir liegt.

Vielleicht übersehe ich in meiner Konzentration auf

mich und mein Inneres die Menschen neben mir. Die Menschen, die mich im Auge haben.

 

Die Menschen, die Anteil nehmen.

Die Menschen, die mit mir leiden.

Die Menschen, die mich trösten und für mich da sein möchten.

Die Menschen, die Du mir vielleicht geschickt und an die Seite gestellt hast.

 

Hilf mir Gott, nicht allein auf mein Inneres zu sehen und diese Menschen zu entdecken.

Ihren Blick zu erwidern.

Mich ihnen zu öffnen.

Ihr Mitleiden anzunehmen.

Ihren Trost und ihre Zeit einfach und ohne Vorbehalte als ein Geschenk an mich zu drücken.

 

Ich möchte das und kann das so oft nicht.

Gott gib mir die Kraft und den Mut dazu.

 

So wie dein Sohn durch die dunkelsten Täler hindurch musste, um am Ende auf den hellen und sicheren Berg des Lebens zu steigen.

So wie er erniedrigt und dann erhöht wurde.

So wie er durch die Todesangst hindurch zum Leben fand.

 

Gott gib mir die Kraft und den unverstellten Blick, dass das auch ein Trost für mich heute sein kann.

Das Hier und Jetzt ist nicht das letzte Wort.

Gott gib mir den Mut, das Gestern und Heute als die Tür hin zum Morgen zu nutzen.

 

Ohne dich gäbe es mich nicht Und Du willst, dass ich lebe, jeden Tag, jeden Monat, jedes Jahr ich habe jeden Tag Geburtstag, jeden Monat. Jedes Jahr weil du mir das Leben jeden Tag aufs Neue schenkst. Danke dafür.

 

Amen   

 

(Pfr. Naumann) 

 


 

Wochengebet

05.03. - 12.03.2021

Mir ist ein Buch mit Gebeten und Meditationen von Mutter Teresa in die Hände gefallen. Darin stehen auch einige ihrer Gedanken über das Gebet. Zwei davon möchte ich heute statt eines Gebetes mit Ihnen teilen. Wenn sie heute stille werden und selber beten, dann können sie diese Gedanken in das Gebet hineinfließen lassen.

STILLE

„Am Anfang des Gebetes steht die Stille. Wenn wir wirklich beten möchten, müssen wir zunächst zuhören lernen, denn Gott spricht in der Stille des Herzens. Und um diese Stille hören zu können, benötigen wir ein lauteres Herz; denn mit einem lauteren Herzen können wir Gott schauen, Gott hören, Gott zuhören; und erst dann aus der Fülle des Herzens, können wir zu Gott sprechen. Aber wir können erst sprechen, wenn wir vorher hingehört haben, wenn wir in der Stille unseres Herzens diese Verbindung mit Gott geknüpft haben.“

KOSTBAR

„Jedes einzelne Kind, du und ich, wir alle wurden für etwas größeres erschaffen: zu lieben und geliebt zu werden. Wir wissen aus der Schrift, dass Gott zum Propheten sagt: `Ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein, du bist kostbar in meinen Augen, ich liebe dich.´ Diese Worte besagen, dass wir für Gott kostbar sind; er liebt uns und will, dass auch wir ihn lieben. `Siehe her, ich habe dich eingezeichnet in meine Hände.´ Dazu kam Jesus auf die Erde: er verkündigte uns die Gute Nachricht, dass Gott uns liebt, dass wir für ihn kostbar sind. Er liebt mich. Und wie liebt er mich? Er sagt es: `Selbst wenn eine Mutter ihr Kind vergessen würde: ich vergesse dich nicht. Ich habe dich in meine Handfläche eingeschrieben.´ Ich habe über diesen Text nachgedacht und sagte mir: Millionen und Abermillionen müssen in seiner Hand sein, und dennoch kann er mich sehen – dort, in seiner Hand! Ich muss ein ganz kleines Teilchen sein, aber ich muss mich dort befinden, weil er es sagt. Es ist herrlich, daran zu denken, vor allem dann, wenn wir leiden, uns einsam fühlen oder betrübt sind. Denk daran, du bist dort – und gerade dann, wenn du am stärksten leidest, ruhen seine Augen auf dir, du bist für ihn kostbar. Wir sind kostbar für ihn. Ein Sünder – kostbar für ihn. Weil er uns liebt. Wir brauchen das Gebet, um Gottes Liebe zu uns zu verstehen. Wenn wir wirklich beten wollen, müssen wir bereit sein, es jetzt zu tun. Dies sind nur die ersten Schritte zum Gebet, aber wenn wir nicht entschlossen den ersten Schritt tun, werden wir den letzten nicht erreichen: Gottes Gegenwart.“

STILLE

„ Jesus wartet stets in der Stille auf uns. In dieser Stille hört er uns an, hier spricht er zu unserer Seele, hier vernehmen wir seine Stimme. In der Stille finden wir neue Kraft und wahre Einheit. Die Kraft Gottes wird uns geschenkt, damit wir allen Aufgaben gewachsen sind. In der Einheit unserer Gebete mit seinen Gebeten, in der Einheit unserer Taten mit seinen Taten, unseres Lebens mit seinem Leben.“

(Diakon Awiszio) 

 

 


 

digitale Andachten

Leider dürfen bis zum 30.04.2021 keine Gottesdienste (auch an den Feiertagen) in unseren Kirchen der Ev. Epiphanias-Kirchengemeinde stattfinden. 

Es werden aber online Gottesdienste und Live-Übertragungen auf Facebook und auf YouTube geben. 

 

Bis dahin Gottes Segen und bleiben Sie gesund.


 

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